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Bundesfreiwilligendienst, BFD | das Freiwillige soziale Jahr, FSJ

Wir als gemeinnütziger, privatrechtlicher Verein informieren hier über den neuen Bundesfreiwilligendienst, BFD, das FSJ, das FÖJ und andere ehrenamtliche Freiwilligendienste im In- und Ausland.

Stellenbörse Bundesfreiwilligendienst und FSJ

Hier auf der Seite unseres Vereins können Träger und Einsatzstellen offene Stellen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und für ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ und FÖJ) anbieten. Interessierte Stellenbewerber erhalten so die Möglichkeit, rasch mit den Trägern in Kontakt zu treten und sich die für sie passende Stelle auszusuchen.

zu den Stellenangeboten

Der neueste Bewerber:

  • Xenia aus Hamburg

    22143 Hamburg

    Bewerbung für:

    Bundesfreiwilligendienst - BFD  |  Freiwilliges soziales Jahr - FSJ  |  Freiwilliges soziales Jahr im Ausland

 

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Ehrenamtsbörse

Neben der Stellenbörse zum FSJ und BFD bieten wir eine kostenfreie

Ehrenamtsbörse

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Der Bund hat durch ein Gesetz den Bundesfreiwilligendienst, kurz: BFD, eingerichtet. Er ersetz den Zivildienst. Hintergrund war die Aussetzung der Wehrpflicht; damit einher ging der Wegfall des Zivildienstes. Aber das Bundesfamilienministerium wollte für den neuen Freiwilligendienst des Bundes auch Frauen und Senioren gewinnen. - Auf die Neuregelung hatte man sich innerhalb der Koalition mit den Ländern und den Trägern geeinigt. Am 15.12.2010 wurde der Gesetzentwurf zum Bundesfreiwilligendienst vom Bundeskabinett verabschiedet, der Bundesrat befasste sich im Februar 2011 damit. Verabschiedet durch den Bundestag wurde das BFD-Gesetz am 24. März 2011. Am 28. April 2011 wurde es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit war das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen.

Der BFD ist am 1. Juli. 2011 gestartet und feiert nun im Jahre 2014 seinen dreijährigen Geburtstag. Das Angebot des BFD möchte das in die Länderhoheit fallende Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ergänzen. FSJ und FÖJ bestehen weiterhin. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist in einer harmonischen Ergänzung und Stärkung der bestehenden Freiwilligendienste gestaltet worden, damit unnötige Doppelstrukturen vermieden werden und eine schlanke Verwaltung gewährleistet ist. Die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen der zivilgesellschaftlichen Träger werden genutzt. Der Bund finanziert den Bundesfreiwilligendienst zu einem großen Teil.

Zivildienst ist weggefallen - BFD hat begonnen

35.000 Männer und Frauen ab Beendigung der Vollzeitschulpflicht können jährlich auf freiwilliger Basis an dem neuen Freiwilligendienst des Bundes teilnehmen. Eine Altersgrenze nach hinten gibt es nicht. Die Aufgaben, die auf die sozial engagierten Menschen warten, sind mit denen, die im Rahmen des Zivildienstes angefallen sind, identisch. Der Bundesfreiwilligendienst kann im sozialen und ökologischen Bereich, aber auch in weiteren Bereichen wie Sport, Integration und Kultur geleistet werden. Es geht also nicht nur um die Betreuung älterer und behinderter Menschen in Pflegeheimen, um die Mithilfe in Kinderheimen und Krankenhäusern.

Ein ersatzloser Wegfall der bisherigen 90.000 Zivildienststellen hätte, so die Familienministerin, zu einer sozialen Katastrophe geführt. Deshalb ist in dem Gesetz zum BFD vorgesehen, dass die nach dem Zivildienstgesetz bereits anerkannten Beschäftigungsstellen und -plätze als anerkannte Einsatzstellen und -plätze des Bundesfreiwilligendienstes gelten. Das nun mit erweiterten Aufgaben betraute und umbenannte Bundesamt für Zivildienst erkennt zudem neue Einsatzplätze an, und zwar auch in weiteren Einsatzfeldern wie beispielsweise Sport, Integration oder Kultur. Das Amt heißt nun Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Zudem ist festgelegt , dass auf Antrag Einsatzstellen des Freiwilligen Sozialen oder des Freiwilligen Ökologischen Jahres zusätzlich als Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt werden, allerdings nur, wenn das zuständige Land dies befürwortet. Die Anerkennung wird auf zwei Jahre befristet sein. Sie wird auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn die Voraussetzungen nach dem Gesetz zum Bundesfreiwilligendienst vorliegen.

Der Bund fördert seinen neuen BFD mit 350 Millionen Euro im Jahr.

Freiwilligendienst Bund: Stellen

Für den Bundesfreiwilligendienst werden etwa 35.000 neue Bundesfreiwilligendienst Stellen eingerichtet. Diese sind notwendig, um die wegfallenden Zivildienststellen aufzufangen. Die BFD-Stellen sind in der Ausgestaltung mit denen des FSJ vergleichbar.

Die bisher bestehenden 35.000 Stellen, die die Länder im Freiwilligen Sozialen und Freiwilligen Ökologischen Jahr anbieten, bleiben erhalten, da funktionierende Strukturen nicht zerstört werden sollen.

Für den einzelnen Freiwilligen wird jedoch die unterschiedliche Organisation nicht erkennbar sein. Er kann sich direkt an den Stellenanbieter wenden, also etwa an Sozialverbände oder Krankenhäuser.

Es kommt ein Rechtsverhältnis mit dem Bund zustande. Dieses setzt einen entsprechenden gemeinsamen Vorschlag von Freiwilligem und Einsatzstelle voraus. Es wird ein BFD-Vertrag geschlossen.

Es findet eine pädagogische Begleitung der Freiwilligen statt. Diese soll soziale, ökologische kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl fördern. Der Bundesfreiwilligendienst wird durch Seminare begleitet. Die Gesamtdauer der Seminare beträgt, bezogen auf eine zwölfmonatige Teilnahme am freiwilligen Dienst, mindestens 25 Tage; davon entfallen fünf Tage auf ein Seminar zur politischen Bildung. Das Seminar wird in den bisherigen 17 staatlichen Zivildienstschulen durchgeführt – auf Wunsch der Träger zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des FSJ/FÖJ, so die Informationen aus dem Ministerium.

Dauer des Freiwilligendienstes

Der Zivildienst dauerte zuletzt lediglich ein halbes Jahr, der Freiwilligendienst soll durchschnittlich ein Jahr dauern. Es ist auch eine längere Verweildauer von bis zu zwei Jahren möglich. Das Minimum liegt bei einem halben Jahr. Der Bundesfreiwilligendienst ist flexibel ausgestaltet, er ist arbeitsmarktneutral. Personen, die älter als 27 Jahre sind, sollen sich nach dem Willen des Gesetzgebers für eine Dauer des Bundesfreiwilligendienstes von mindestens einem Jahr und 20 Wochenstunden verpflichten.

Entgelt – Aufwandsentschädigung BFD

In den westlichen Bundesländern sollte es ursprünglich maximal 324 Euro, im Osten 273 Euro im Monat an Taschengeld bzw. Entgelt geben, das kein Gehalt beim Bundesfreiwilligendienst darstellt - das waren die ursprünglichen Pläne. Aktuell gibt es eine einheitliche Obergrenze für das Taschengeld in West und Ost in Höhe von 330 Euro. Die Freiwilligen sind sozialversichert. Außerdem werden Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung in vielen Fällen von den Anbietern gestellt bzw. übernommen.

Die Förderpauschale des Bundes für die bisherigen und fortbestehenden Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ ist auf monatlich 200 Euro angehoben worden. Zudem werden bis zu 3.000 Plätze im Internationalen Jugendfreiwilligendienst mit je 350 € / Monat gefördert. Für so genannte Benachteiligte erhöht sich die Förderung um 100 € monatlich im Bundesfreiwilligendienst und den Jugendfreiwilligendiensten. Damit ist eine gleichgewichtige Förderung von Bundesfreiwilligendienst, in dem für Jugendliche im Regelfall auch ein Kindergeldanspruch besteht, und bestehenden Jugendfreiwilligendiensten FSJ und FÖJ sicher gestellt.

Die Einsatzstellen zahlen für den Bund die den Freiwilligen zustehenden Taschengelder, Geldersatzleistungen und die Sozialversicherungsbeiträge. Das Taschengeld und die übrigen Leistungen werden zwischen den Freiwilligen und ihrer Einsatzstelle vereinbart. Ursprünglich war kein Kindergeldanspruch vorgesehen und es sollte bei jüngeren Freiwilligen ein während des Freiwilligendienstes möglicherweise entfallender Kindergeldanspruch der Eltern durch ein erhöhtes Taschengeld ausgeglichen werden. Dieses Problem ist hinfällig: der Kindergeldanspruch besteht fort (wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind).

Insgesamt will der Bund die Freiwilligendienste künftig mit 350 Millionen Euro pro Jahr fördern, davon 50 Millionen Euro aus der bisherigen Förderung der Jugendfreiwilligendienste und 300 Millionen Euro aus den bisher für den Zivildienst zur Verfügung gestellten Mitteln.

Ausland

Die Frage, ob der BFD im Ausland abgeleistet werden kann, ist zu verneinen. Das ist ein Unterschied zum auslaufenden Zivildienst; dieser konnte eingeschränkt auch im Ausland absolviert werden.

Anreize für junge Menschen

Offen ist, wie die Zeit im Bundesfreiwilligendienst auf das Wartesemester für das Studium angerechnet wird. So können Hochschulwartesemester überbrückt werden oder Praktika für ein späteres Studium absolviert werden. Denkbar ist auch, dass mit dem BFD das Nachholen von Schulabschlüssen verbunden werden kann. So könnte etwa der Hauptschulabschluss nachgeholt werden. Es könnten aber auch Rentenansprüche erworben werden. Der Bundesrat hat gefordert, den BFD attraktiver auszugestalten.

Auch Frauen

Im Gegensatz zum Zivildienst können den Freiwilligendienst nicht nur Männer, sondern auch Frauen wählen. Es gibt keine Altersgrenze.

Dienstzeiten

Unter 27-Jährige im Bundesfreiwilligendienst sollen in Vollzeit arbeiten. Freiwillige ab 27 Jahren müssen wenigstens 20 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass sich das unbezahlte Ehrenamt in den Freiwilligendienst verschiebt. Zudem soll dem Ersatz regulärer Arbeitsplätze durch billigere Freiwillige durch eine Überprüfung ein Riegel vorgeschoben werden. Dies ist auch bei den bisherigen Zivildienststellen Praxis.

Kritik

Die SPD bedauert, dass mit dem Bundesfreiwilligendienst Doppelstrukturen und unnötige Konkurrenz geschaffen werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hingegen ist zufrieden. Allerdings würden Geld und Dienstplätze nicht ausreichen.

Freiwilliges soziales Jahr - FSJ

Das Institut Freiwilliges soziales Jahr, FsJ, (und das FÖJ) bleibt, wie schon angedeutetet, im bisherigen Umfang bestehen. Im Unterschied zum neuen Freiwilligendienst ist es jedoch nur für junge Menschen zugänglich. Es handelt sich dabei um einen Jugendfreiwilligendienst. Die wichtigsten Unterschiede haben wir hier zusammengestellt: Unterschiede zwischen FSJ und Bundesfreiwilligendienst.